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Hilfe bei Analphabetismus

Jeder siebte Erwachsene kann nicht richtig lesen und schreiben

analphabetismus

Der Kontakt mit dem Finanzamt, die Formulare beim Arzt oder die Bedienungsanleitung für den neuen Fernseher. Unser Alltag funktioniert in vielen Bereichen durch das Lesen und Schreiben von Texten. Während es für viele kein Problem darstellt, ist der Alltag mit dem geschriebenen Wort nicht für jeden selbstverständlich.

Rund 7,5 Millionen Menschen in Deutschland meistern ihren Alltag ohne richtig Lesen und Schreiben zu können. Das ist mehr als jeder siebte Erwachsene. Sie gelten als funktionale Analphabeten. Sie können zwar einzelne Wörter, Sätze lesen und schreiben, aber keine längeren zusammenhängende Texte.

Ein gesellschaftliches Tabu

Es ist immer noch ein gesellschaftliches Tabuthema. Wer nicht richtig lesen und schreiben kann, gilt als dumm und wird ungebildet oder faul abgestempelt. Das macht den offenen Umgang mit dem Thema schwierig. Viele schämen sich und schweigen, anstatt aktiv Hilfe zu suchen.

Anonym oder lieber persönlich

Ein sensibles Thema möchte nicht jeder direkt vor Ort besprechen. Das kostenlose Alfa-Telefon berät, auch anonym, Menschen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten und ihre Angehörige.

Kostenloses Alfa-Telefon: 0800 – 53 33 44 55

Auch online gibt es verschiedene Angebote.:

Die Webseite ich-will-lernen.de bietet kostenlose Onlinekurse an.

Wer es doch lieber persönlich mag, findet über die Webseite des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung Angebote in Berlin und Brandenburg.

Eine Anlaufstelle in Berlin ist z.B. Lesen und Schreiben e.V in Neukölln oder das LOS in Spandau. Auch viele Berliner Vokshochschulen bieten Kurse an.