BRF-Spitzenkandidaten-AFD-Kristin-Brinker
BRF-Spitzenkandidaten-AFD-Kristin-Brinker
Berlin wählt

Kristin Brinker für die AfD

Die AfD-Spitzenkandidatin über Umweltschutz in der Stadt, ihr Verständnis für die Skepsis bei Corona-Impfungen und warum sie sich in der Tradition von Parteigründer Bernd Lucke sieht

Ich finde es vermessen zu glauben, dass wir in Berlin oder Deutschland einen Einfluß aufs Weltklima haben
Kristin Brinker

Die Berliner AfD würde die Stadt gerne wenigstens mitregieren, ihre Chancen dafür stehen jedoch bei Null. Keine andere Partei ist bereit mit ihr zu koalieren, auch wenn sich der Berliner Landesverband im Vergleich zu anderen Landesverbänden im Osten moderat gibt. Aktuelle Umfragen sehen die AfD mit einem Ergebnis von 10 bis 12 Prozent bei der Abgeordnetenhauswahl. Damit würde sie nach ihrem erstmaligen Einzug im Jahr 2016 etwas schlechter abschneiden. Damals lag ihr Ergebnis bei 14,2 Prozent. 

Spitzenkandidatin der Berliner AfD ist Kristin Brinker. Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern des Berliner Landesverbandes und verortet sich selbst als konservativ-liberal. In die Partei ist sie eingetreten, weil sie gegen die Euro-Rettungspolitik war. Während sie im März nur ganz knapp als Landesvorsitzende gewählt wurde und so ein Duo aus Beatrix  von Storch und Georg Pazderski verhinderte, bekam sie wenige Monate später für ihre Bewerbung als AfD-Spitzenkandidatin 90 Prozent der Stimmen.

Im Interview mit Simone Panteleit und Mark Schubert von ‘Unser Team für Berlin’ erklärt Kristin Brinker, warum sie sich zwar vorstellen kann, dass es einen menschengemachten Klimawandel gibt, aber nicht glaubt, dass Deutschland oder Berlin einen entscheidenden Anteil an der Reduzierung von CO2-Emissionen beitragen können. Brinkert ist gegen eine allgemeine Impfpflicht und warnt vor einer Zwei-Klassen-Gesellschaft aus Geimpften und Ungeimpften. 

Außerdem spricht sie darüber, warum sie viele milliardenschwere Ausgaben in der Stadt für Fehlinvestitionen hält, wie sie im Berliner Haushalt eine schwarze Null durchsetzen will und warum sie sich trotz teils radikaler Aussagen in der AfD nach wie vor richtig am Platz fühlt 

Dr. Kristin Brinker wurde 1972 in Bernburg/Saale geboren. Sie zog kurz nach der Wende nach Berlin und machte eine Ausbildung zur Bankkauffrau. Anschließend studierte sie Architektur an der TU Berlin. Später promovierte sie dort. 2012 bis 2016 war sie Verwaltungsratsvorsitzende des Bundes der Steuerzahler Berlin e.V. Kristin Brinker ist seit 2013 Mitglied der AfD. Seit 2016 sitzt sie für ihre Partei im Abgeordnetenhaus, dort ist sie haushalts- und finanzpolitische Sprecherin der AfD.  Sie ist seit März 2021 Landesvorsitzende und wurde Anfang Juni zur Spitzenkandidatin gekürt. 

Das Interview mit Kristin Brinker haben wir am 23.08.2021 geführt. Der Berliner Rundfunk 91.4 hat die Spitzenkandidaten aller im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien zum ausführlichen Interview eingeladen. Die Interviews hören Sie bis zum Wahltag am 26. September immer ab 6 bei “Unser Team für Berlin” mit Simone Panteleit. 

Folge 0 | 09/14/2021 | 41:22

Kristin Brinker (AfD)

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Berliner Rundfunk Berliner Spitzenkandidaten Wahl 2021
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