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Simone Panteleit

Änderungen 2019

VERBRAUCHEREXPERTE

Das neue Jahr bringt Ihnen persönlich hoffentlich viel Gesundheit und Glück. Was es uns allen bringt: jede Menge neuer Gesetze, Verordnungen und Regelungen. Ich habe für Sie die wichtigsten Änderungen zusammengefasst.

Krankenkasse Das ist eine gute Nachricht für alle, die gesetzlich versichert sind. Die individuellen Zusatzbeiträge der Kassen werden ab 1. Januar nun wieder von Arbeitnehmer und Arbeitgeber bezahlt. Bisher mussten Arbeitnehmer den Zusatzbeitrag allein leisten.

Arbeitslosenversicherung Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sinkt von 3,0% auf 2,5%. Auch das bedeutet ab 1. Januar mehr netto vom brutto. Im gleichen Atemzug werden aber die Beiträge für die Pflegeversicherung erhöht: der Beitrag steigt um 0,5 Prozentpunkte auf 3,05% des Bruttoeinkommens. Wer keine Kinder hat, zahlt 0,25% mehr.

Steuern Der Grundfreibetrag (der Betrag, der steuerfrei verdient werden kann) steigt auf 9.168 Euro. Und für die Steuererklärung bleibt auch mehr Zeit. Wer diese abgeben muss, kann sich bei der Erklärung für 2018 zwei Monate mehr Zeit lassen. Neuer Abgabetermin ist nun immer der 31. Juli. Das gilt generell auch für die Zukunft.

Kindergeld Wer Kinder hat, wird im neuen Jahr auch beschenkt. Zum einen steigt zum 1. Juli 2019 das Kindergeld um 10 Euro je Kind. Wer statt des Kindergeldes den Kinderfreibetrag in der Steuererklärung gewählt hat, bekommt hier eine Erhöhung von 4788 Euro auf 4980 Euro. Der Kinderfreibetrag gilt dann bereits ab 1. Januar.

WhatsApp Der Messengerdienst führt Werbung ein. Ab Februar ist das geplant. Werbung wird aber nach Aussage des Konzerns nicht im Chat dargestellt, sondern nur im Status.

Neues Geld Im Mai kommen neue Geldscheine in Umlauf. Die 100er und 200er Gelscheine werden fälschungssicherer und kleiner.

Lohn und Gehalt Der gesetzliche Mindestlohn steigt von derzeit 8,84 Euro auf 9,19 Euro / Stunde.

Verbraucher Ab dem neuen Jahr gelten auch neue Regelungen bei Pfandflaschen. Am Supermarktregal muss jetzt deutlich erkennbar sein, ob die Getränke in Einweg- oder Mehrwegflaschen sind. Und es gibt Pfand nun auch auf mehr Getränkeverpackungen zum Beispiel bei Energydrinks und Fruchtschorlen.

Banking Im September stirbt die TAN Liste fürs Onlinebanking. Wer noch immer die Papierlisten benutzt, muss auf eine der neuen, sicheren Varianten wie beispielsweise SMS-TAN umsteigen.

ALG 2 Die Hartz 4 Sätze steigen. Alleinstehende bekommen ab dem 1. Januar 424 Euro pro Monat. Das sind 8 Euro mehr als bisher.

Rente Rentner können sich auch im neuen Jahr auf eine höhere Rente freuen. Im Juli steigt diese im Osten um 3,91%, im Westen um 3,18%.

Mieten Die verschärfte Mietpreisbremse tritt ebenfalls im neuen Jahr in Kraft. Vermietern soll es noch schwerer gemacht werden, Mieten exorbitant zu erhöhen.