Stefanie Schweda
Stefanie Schweda
Moderatorin

Stefanie Schweda

„Wer viel reist, lernt seine Heimat lieben“, ein Originalzitat von mir.

London – New York – Tempelhof

Mit den Hörern des Berliner Rundfunk 91.4 bin ich auf Hörerreisen fast 15 Jahre in der ganzen Welt unterwegs gewesen und habe mich dann doch immer wieder auf unser „kleines märkisches Dorf“ gefreut. Im Vergleich zu Peking, New York oder Buenos Aires ist Berlin winzig, aber dank der vielen Kieze, der Parks und der Umgebung unglaublich lebenswert. Als alte Tempelhoferin kenne ich vor allem den Süden: Reinickendorf oder Frohnau sind für mich Fernreiseziele und mit Freunden aus Kaulsdorf scherze ich immer herum, wie es sich eigentlich kurz vor der russischen Steppe lebt. Apropos Umgebung: Buschwindröschen in Falkensee, Adonisröschen im Oderbruch, Mohnblumen in der Uckermark – im Frühling und Sommer bin ich gern in Brandenburg unterwegs und kann mich gar nicht sattsehen an der herrlichen Natur und den Seen. Auch nach 30 Jahren Maueröffnung denke ich immer mal wieder „Dass ich das noch erleben darf“.

Abends findet man mich mit meiner Mutter überall, wo Musik gespielt, getanzt und gesungen wird: in allen Opernhäusern, im Renaissance Theater und BE. Und bei den Philharmonikern haben wir unseren Stammplatz im Block E über den Bässen. Mit meiner Freundin Kerstin gehe ich einmal die Woche ins Kino, auch eine alte Leidenschaft von mir.

Wer mich genauer anschaut, wird immer irgendwo ein Katzenhaar von Alfred oder Theo finden. Seit 20 Jahren lasse ich mir von Katzen auf der Nase herumtanzen. Warum ich es in der langen Zeit nicht geschafft habe, mich mit meinen Füssen im Bett durchzusetzen und Theo den Platz am Fußende überlasse, müsste ich mal mit einem Therapeuten klären, oder ich schlafe halt weiter gekrümmt, um bloß den Kater nicht zu stören.

Ach so: und warum ich Radio mache? Keine Ahnung! Vielleicht, weil ich als Jugendliche unglaublich gerne Radio gehört habe, klingen wollte wie meine Lieblingsnachrichten-Sprecherin, Publizistik studiert habe und – ich gebe es gerne zu – es einfach unglaublich geil fand, mich selbst über Kopfhörer zu hören und unbekannten Leuten etwas zu erzählen. Ich finde es bis heute eine Ehre, dass ich am Wochenende sozusagen bei unseren Hörern am Frühstückstisch sitzen darf, sie bei der Hausarbeit begleite, beim Kochen oder was auch immer. Das mache ich seit über 25 Jahren und gerne noch ein wenig länger.