Verbraucherexperte Ron Perduss:

Bis zu 1.000 Euro vom Finanzamt zurückholen!

200519 Finanzen Verbraucherexperte
200519 Finanzen Verbraucherexperte

1007 Euro holt sich jeder Steuerpflichtige im Jahr vom Finanzamt im Schnitt zurück

Das sagt das Statistische Bundesamt. Wenn Sie bisher noch keine Steuererklärung gemacht haben, haben Sie vielleicht jedes Jahr eine Menge Geld verschenkt. Dabei ist es so einfach. Eine Stunde Arbeit – 1.000 Euro vom Finanzamt zurück. Was für ein Stundenlohn!

Wenn Sie zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet sind, haben Sie für das vergangene Jahr bis zum 31. Juli Zeit. Spätestens bis zu diesem Tag muss die Steuererklärung beim Finanzamt sein. Aber wie kommen Sie an die 1.000 Euro?

 

Das erfahren Sie hier:

Die 1.000 Euro sind ein statistischer Durchschnittswert. Laut dem Statistischen Bundesamt bekamen die meisten (58% der Steuerpflichtigen) eine Erstattung zwischen 100 bis 1.000 Euro zurück.

Besonders gute Karten haben Sie, wenn sich im vergangenen Kalenderjahr Ihr Lohn verändert hat oder Sie teilweise Lohnersatzleistungen bezogen. Das sind beispielsweise Krankengeld oder Arbeitslosengeld.

Eine Rückzahlung können Sie auch forcieren, wenn Sie möglichst hohe Werbungskosten hatten. Werbungskosten sind Ausgaben, die mit Ihrem Beruf zusammenhängen. Sei es Büromaterial, der Laptop für den Außendienst, das Arbeitszimmer oder auch das Handy – die Absetzmöglichkeiten sind vielfältig!

Nicht zu vergessen die Entfernungspauschale. Hiermit können Sie die Kosten, die Ihnen für den Weg zur Arbeit entstehen, geltend machen. Wie das Wort PAUSCHALE schon verrät: die Kosten berechnen Sie pauschal mit 30 Cent je Kilometer zur Arbeit (einfache Strecke). Und dabei ist es völlig egal, ob Sie mit dem Auto, dem Moped, der Bahn oder dem Rad unterwegs sind. Selbst wenn Sie zur Arbeit laufen, können Sie diese 30 Cent ansetzen.

Absetzen können Sie auch Teile Ihrer Betriebskosten, die Sie für Ihre Mietwohnung zahlen. Das machen Sie unter „Haushaltsnahe Dienstleistungen“. Ihr Vermieter muss Ihnen in der jährlichen Abrechnung mitteilen, welcher Betrag absetzbar ist.

Dazu kommen viele weitere Optionen: wenn Sie jemanden in der Familie pflegen, wenn Sie hohe Ausgaben für Medikamente oder Hilfsmittel hatten … 

Sie sehen: es lohnt sich, eine Steuererklärung zu machen – auch freiwillig! Für diese haben Sie sogar länger Zeit. Für die Steuererklärung 2019 bis zum 31.12.2023.

Und wenn wider Erwarten eine Nachzahlung zu Ihren Lasten entsteht – kein Problem: Sie können Sie Steuererklärung einfach zurückziehen. Dann gilt Sie als nie abgegeben.

Und wenn Sie sich unsicher sind, wie Sie die Formulare richtig ausfüllen bekommen Sie hier Hilfe:

https://www.berliner-rundfunk.de/steuerprogramme-im-test