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Deutsche Songs von damals und heute

Die besten deutschen Sängerinnen aller Zeiten

Neben Kultsängerinnen wie Nina Hagen und Nena haben viele weitere Frauen in der deutschen Musikbranche große Erfolge gefeiert. Hier kommen die erfolgreichsten Sängerinnen.

Nina Hagen mit Du hast den Farbfilm vergessen

100% Deutsch

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Es läuft:
Nina Hagen mit Du hast den Farbfilm vergessen

1. Sarah Connor, eine deutsche Sängerin – schon immer

Die deutsche Sängerin Sarah Connor hat ihr Leben lang mit Musik zu tun. Sie belegte nicht nur verschiedene Tanzkurse und hatte Musik als Schwerpunkt in der Schule. Sie trat sogar 1997 mit Michael Jackson in Bremen im Kinderchor zu den Titeln „Earth Song“ und „Heal the World“ im Zuge seiner HIStory-Tour. Die Goldene Kamera, der World Music Award, den Bambi und viele weitere Auszeichnungen konnte sie im Laufe ihrer Karriere sammeln. Doch der Erfolg in jungen Jahren hat auch seine Nachteile. Ab ihrem 25. Lebensjahr litt Sarah Connor unter Depressionen und ging zur Therapie. Ihre Karriere tat das keinen Abbruch- im Gegenteil – Sarah kaum authentischer und gestärkter zurück, als je zuvor und feiert weiter Erfolge. Vor allem auch, weil sie endlich das macht, was sie sich vorher nie getraut hat, weil ihr davon abgeraten wurde – eigene Songs schreiben. So sagt Sarah Connor in einem Interview mit dem Spiegel: Es war immer mein Traum, Philosophie zu studieren und als ich vor "Muttersprache" eine Phase hatte, in der ich dachte, ich höre mit dem Singen komplett auf, bin ich zur Uni gegangen. Das endete, als ich mich jeden Tag hingesetzt habe, um mit einer Gitarre spielenden Freundin eigene Songs zu schreiben. Das war eine völlig neue Situation, weil man mir vorher immer gesagt hatte: Schreib bloß keine eigenen Songs. Du singst, du siehst gut aus. Du musst deine Songs nicht selbst schreiben. Whitney Houston macht das auch nicht.

Wenn ich im Studio bin und an Texten arbeite, brauche ich nicht zu trinken, zu essen und zu schlafen. Ich kann da richtig aussteigen. Das ist eine Art von Katharsis und emotionaler Recherche.
Sarah Connor

2. Gabriele Susanne Kerner aka...

Gabriele Susanne Kerner, bekannt unter dem Namen „NENA“, ist für deutsche Songs wie „99 Luftballons“ und „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ weltbekannt. Sie gewann mehrmals die goldene Stimmgabel, einen Echo, eine goldene Henne, den Victress Award für besondere Verdienste in der Musik und noch viele weitere Auszeichnungen. Über ihren Erfolg und darüber, dass die 80er wieder total im Trend liegen, sagte Sie in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung: „Das bedeutet, dass die Energie von damals noch am Leben ist. Das finde ich gut. Mir fehlt manchmal die Wildheit dieser Zeit. Viele Künstler passen sich heutzutage sehr an, um Erfolg zu haben. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich liebe den Erfolg. Aber Erfolg macht noch viel mehr Spaß, wenn man etwas wagt, wenn man sich wirklich heraustraut. Und das beflügelt und inspiriert dann auch andere.“  Weil sie noch mehr in ihrem Leben machen wollte, entschied sie sich 2007 mit ihrem Mann die „Neue Schule Hamburg“ zu gründen, die 2008 einen Sonderpreis erhielt.

3. Blümchen

Der Name Jasmin Wagner sagt nicht vielen etwas, dafür aber ihr Künstlername „Blümchen“. Deutsche Songs wie „Herz an Herz“ und „Boomerang“ ermöglichten Blümchen ihren Erfolg. Die Belohnung für ihr Talent: fünf Goldene Schallplatten, zwei Echo-Auszeichnungen, verschiedene Publikumspreise und viele weitere Auszeichnungen. In einem Interview mit der Berliner Morgenpost blickt Jasmin Wagner nur positiv auf ihre Zeit als Blümchen zurück: „Für mich fühlte sich mein Leben oft an, wie eine nicht enden wollende Klassenfahrt. Die Zeitschrift "Bravo" war damals zum Beispiel immer sehr daran interessiert, mit mir neue Geschichten zu produzieren. Und so konnte ich gemeinsam mit meinen Freundinnen Fallschirm-Springen ausprobieren oder in die USA zu unseren damaligen großen Cheerleader-Vorbildern reisen. Frustrierende Situationen gab es nur wenige.“ 2021 veröffentlichte Jasmin Wagner ein neues Album mit dem Titel Von Herzen und ganz ohne ihren Künstlernamen Blümchen.

 

4. Nina Hagen

Nina Hagen ist bekannt als eine schrille und laute Punkrockdiva. Bei ihr fällt es vermutlich vielen schwer, sich vorzustellen, dass sie ihrer Karriere auf einem sehr konservativen Weg begonnen hat. Am zentralen Studio für Unterhaltungskunst Ost-Berlin absolvierte sie eine professionelle Gesangsausbildung, in der von Jazz über Oper bis Schlager alles dabei war. Kurz darauf schloss sie sich der Gruppe „Automobil“ an, mit der sie 1974 den Song „Du hast den Farbfilm vergessen“ veröffentlicht. Mit diesem Schlager erreichte die deutsche „Godmother of Punk“ einen der vorderen Plätze in der Hitparade und 1975 noch Platz 40 in der DDR-Jahreshitparade. Trotz dieser konservativen Anfänge setzte sich Hagen während ihrer Karriere immer von dem Mainstream ab. Mit aufmüpfigen Texten, individuellen Outfits und ihrem selbstbewussten Auftreten prägte sie das Bild einer modernen, selbstbestimmten Frau.

 

5. Sarah Engels 

Sarah Engels belegte im Jahr 2011 den zweiten Platz der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“. Im Schatten des erstplatzierten stand sie nach der Zeit bei DSDS nicht, denn auch nach dieser Zeit veröffentlichte sie viele erfolgreiche deutsche Songs. Erst dieses Jahr erschien eine neue Single mit dem Namen „Gebe nicht auf“. Dieser ist ebenfalls der Titelsong des Films „Die Tänzerin und der Gangster – Liebe auf Umwegen“, indem Engels ihr Debüt als Schauspielerin feiert. In dem Film verkörpert sie die Hauptrolle Toni, eine alleinerziehende Mutter, die ihren Traum nach einer Musical-Karriere erfüllen möchte.

 

6. Joy Denalane

Für viele deutsche Sänger ist die Musik nicht nur ein Beruf, sondern vor allem eine Leidenschaft. Das trifft auch auf die Sängerin Joy Denalane zu. Schon als Kind hat sie vor den Plattenregalen ihrer Eltern gestanden und die Soul-, Jazz- und Funk-Platten ihres Vaters regelrecht studiert. Diese musikalische Prägung nutzte sie für ihr 2020 veröffentlichtes Album „Let Yourself Be Loved“. Auf dem Album geht sie mit Tiefe und Hingabe ihren musikalischen Wurzeln auf den Grund. Vordergründig geht es auf dem Album um die Liebe, aber auch um Ausgrenzung und Rassismus. Die Musikerin, deren Vater ursprünglich aus Südafrika ist, widmet sich diesen Themen, da sie selbst schon Erfahrung damit gemacht hat.